Aufgeschnittene sizilianische Arancini mit Safranreis, Ragù, Erbsen, Käse und knuspriger Panade
Italienisch Rezept

Arancini al Ragù

Reis und Fleischfüllung müssen vollständig abkühlen, bevor feste Reisbällchen geformt werden. Eine wasserbasierte Pastella hält die Panade ohne dicke Eierschicht.

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Gesamtzeit 4 Std.
Kalorien 710 kcal
Portionen 6 Portionen
Level Anspruchsvoll
Von der Veröffentlicht am Aktualisiert am Redaktionell freigegeben

Warum dieses Rezept funktioniert

Sizilianische Reisbällchen mit Ragù und Käsekern

Arancini gelingen nur mit gut vorbereiteten Komponenten. Der Reis wird in einer genau bemessenen Brühe gegart, damit er bindet, aber nicht nass bleibt. Der Ragù muss so weit reduziert sein, dass keine Sauce aus der Mitte läuft. Erst vollständig gekühlte Massen lassen sich um Fleisch, Erbsen und Käse fest verschließen.

Mediterrane Küche Mittagessen Abendessen Fleisch

Kochrezept

Arancini al Ragù

Sizilianische Arancini umhüllen einen trockenen Ragù aus Hackfleisch und Erbsen mit Safranreis, Käse, dünner Mehlhülle und knusprigem Paniermehl.

Zutaten

6 Portionen

Zubereitung

  1. 1

    Reis in Brühe garen

    Reis mit 1,1 Litern Brühe, Safran und einem Teelöffel Salz aufkochen. Bei kleiner Hitze ohne Abgießen 16 bis 18 Minuten garen, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist.

  2. 2

    Reis flach auskühlen

    Butter und Parmigiano unter den heißen Reis rühren. Auf zwei Blechen dünn ausstreichen und mindestens 60 Minuten vollständig abkühlen lassen.

  3. 3

    Soffritto und Fleisch braten

    Olivenöl erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie 8 Minuten weich braten. Hackfleisch zufügen und bei kräftiger Hitze krümelig braun braten.

  4. 4

    Ragù trocken reduzieren

    Mit Wein ablöschen und fast vollständig einkochen. Tomatenmark 1 Minute rösten, Passata zufügen und 30 Minuten offen köcheln, bis der Ragù sehr dick ist.

  5. 5

    Erbsen und Würze ergänzen

    Erbsen 5 Minuten im Ragù garen. Mit restlichem Salz abschmecken, auf einem Teller ausstreichen und vollständig abkühlen lassen.

  6. 6

    Arancini fest formen

    Hände anfeuchten. Etwa 100 g Reis flach in eine Hand drücken, einen Löffel Ragù und einen Käsewürfel mittig einsetzen und mit Reis vollständig verschließen.

  7. 7

    Pastella und Panade auftragen

    Mehl und kaltes Wasser glatt rühren. Jeden Arancino dünn durch die Pastella ziehen, abtropfen lassen und vollständig in Paniermehl wenden.

  8. 8

    Portionsweise frittieren

    Öl auf 170 bis 175 °C erhitzen. Arancini in kleinen Portionen 5 bis 6 Minuten rundum goldbraun frittieren und auf einem Gitter abtropfen lassen.

  9. 9

    Kurz ruhen lassen

    Vor dem Essen 8 bis 10 Minuten stehen lassen. Der Käsekern bleibt heiß; lauwarm lassen sich die Arancini sauber anschneiden.

Küchenwissen

Tipps für Arancini al Ragù

Alle Komponenten vollständig kühlen

Warmer Reis klebt an den Händen und feuchter Ragù bricht durch die Hülle. Beides flach ausstreichen und wirklich kalt werden lassen.

Ragù sehr trocken kochen

Die Füllung soll auf dem Löffel stehen. Freie Tomatensauce weicht den Reis auf und kann beim Frittieren austreten.

Varianten

So passt du das Rezept an

Ragù durch eine Füllung aus Béchamel, Schinken, Erbsen und Käse ersetzen. Die Creme vor dem Formen sehr kalt stellen.

Für ein Buffet 24 halb so große Kugeln formen und die Frittierzeit auf etwa 4 Minuten verkürzen. Temperatur weiterhin kontrollieren.

Nährwerte pro Portion

710kcal
83.0 gKohlenhydrate
27.0 gProtein
30.0 gFett

Die Werte sind Richtwerte und können je nach verwendeten Zutaten, Marken, Portionsgröße und Zubereitung leicht abweichen.

Häufige Fragen

FAQ zu Arancini al Ragù

In Ostsizilien ist Arancini verbreitet, im Westen häufiger Arancine. Auch die Form unterscheidet sich regional zwischen Kegel und Kugel.

Reis oder Ragù waren zu feucht, die Kugel hatte Risse oder die Panade war lückenhaft. Mit kalten, trockenen Komponenten fest verschließen.

Stärkereiche Rundkornsorten wie Roma, Originario oder Risottoreis binden gut. Langkornreis hält die geformte Hülle weniger zuverlässig zusammen.

Geformte und panierte Arancini können einige Stunden gekühlt werden. Frittierte Exemplare verlieren beim Lagern einen Teil ihrer Knusprigkeit.

170 bis 175 °C bräunen die Panade, während der Kern vollständig heiß wird. Zu kaltes Öl macht die Hülle fettig, zu heißes lässt sie platzen.